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Mär 28
2009
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Online CommunitiesGeschrieben von juergenpelzer in Social Networks, Online Communities |
Warum ist es wichtig?
Online Communities sind Web 2.0, das "Mitmachinternet", in Reinform: Die Inhalte werden fast ausschließlich von den Nutzern erstellt, es wird viel kommuniziert und der Austausch untereinander steht im Vordergrund. Oft werden moderne Internetapplikation wie Messenger in den Communities genutzt. Communities sind aber auch der kommunikative Kern der Internets, wie auch die ARD-ZDF Online-Studie zeigt.
Wie und von wem wird es genutzt? (Inhaltsverzeichnis)
Es gibt sehr viele Communities. Manche orientieren sich thematisch, etwas Astronomie, Garten, ausgefallene Hobbies. Andere orientieren sich an demographischen Merkmalen wie etwa "Feierabend.de" - eine sehr große Rentnercommunity.
Die größten Communities, die es gibt, bieten aber einfach die Möglichkeit, zu sehen und gesehen zu werden: StudiVZ, Wer-kennt-wen, myspace, facebook, lokalisten, Xing.
Manche Communities haben dabei als technische Grundlage für Ihren Austausch nur ein Forum. Manch andere haben zusätzliche Tools, wie ein internes Nachrichtenboard, Instant Messanging etc. Herzstück jeder Community ist das Profil, in dem jeder Nutzer soviele Informationen von sich Preis geben kann, wie er gerne möchte. Wenn eine Community nicht sehr speziell ausgerichtet ist, komtm es vor, dass sich in großen Communities Gruppen bilden. Man erkennt die Zugehörigkeit zu einer Gruppe daran, dass bei der betreffenden Person im Feld Gruppen (oder je nach Communitiy auch Netzwerk o.ä Bezeichnungen) die entsprechenden Mitgleidschaften aufgelistet werden.
Ein zweites Phänomen neben der Gruppenbildung in thematisch unspezifischen großen Communities sind die Bildung von Regionalgruppen. XING und auch Feierabend.de sind hierfür gute Beispiele: Die Nutzer sind innerhalb der Online Communities in regionalen Netzwerken / Gruppen organisiert, die sich auf regelmäßiger Basis auch regional vor Ort treffen.
Gibt es spezielle religiöse Nutzung? (Inhaltsverzeichnis)
Es gibt auch spezielle religiöse Communities. Vatican Friends ist zum Beispiel eine eher geschlossene Community mit klaren Aufnahmekriterien.
In großen Communities bilden sich aber explizit religiöse Gruppen, die auch teilweise Themen des Glaubensleben aufgreifen und teilweise christlich oder auch konfessionell ausgerichtet sind.
Was sind die Implikationen für Kirche und Glaube? (Inhaltsverzeichnis)
Mittlerweile ist es keine Seltenheit mehr, wenn sich religiöse Gruppen, wie z.B. Firmgruppen oder Messdienefahrten, Exerzitiengruppen etc. über große Netzwerke wie StudiVZ oder Wer-kennt-wen organisieren. AUch sind erste Berichte zu hören, nach denen sich die nächste Generation, also die Firmkatecheten über diese Netzwerke als zentrales Kommunikationsinstrument organisieren.
AUch in XING gibt es erste Projekte, etwa wenn Pfarrer gezielt in XING die Menschen aus Ihrem Postleitzahlengebiet anschreiben.
Gerade die Communities geben der Kirche ein praktisches neues Kommunikationstool an die Hand. Sie sind zu vergelichen mit der Weiterentwicklung des Telefons
Wie funktioniert es und was kann ich damit machen? (Inhaltsverzeichnis)
Die meisten Communities sind kostenlos. Man kann ein Profil anlegen und nach anderen Nutzern suchen, sich über Themen austauschen, sich verabreden oder einfach nur kommunizieren. Man kann alte Schulfreunde suchen, Geschäftspartner oder aber einfach Menschen mit den gleichen Interessen.
Welche Möglichkeiten bietet es technisch? (Inhaltsverzeichnis)
Technisch gesehen hängt es von der jeweiligen Community ab, was geht: Es reicht vom Schreiben einzelner Beiträge in einem Forum bis hin zu Voice und Videotelefonie. Ein Profil, im Sinne mit einer extra Seite mit Informationen zu meiner Person ist aber immer Bestandteil.
Wohin entwickelt es sich? (Inhaltsverzeichnis)
Sie Communities wachsen. Einer Studie zufolge hat jeder dritte Deutsche bis 2012 ein Profil. Communities werden nach und nach das Kommunikationsverhalten der Bevölkerung ändern und so selbstverständlich wie das Telefon werden.
Pro - Contra? (Inhaltsverzeichnis)
Anwedung und Umsetzung (Inhaltsverzeichnis)
Für die Kirche gibt es zwei Nutzungsvarianten: Die eine besteht darin bestehende Netzwerke zu nutzen, wie etwas zur Kommunikation innerhalb einer Gruppe, wie einer Firmgruppe. Zum anderen aber kann die Kirche innerhalb gewisser Gruppen auch eigene Communities anlegen, da dies mit Ning.com und anderen Diensten mittlerweile einfach und kostenlos möglich ist.
Eine kluge Entscheidung für eine der Alternativen hängt von den im Einzelfall gegebenen Faktoren ab.



